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Supreme Klassik

Art.Nr.:
SU-01
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Supreme
Das Messer Klassik wurde nur 50 mal gefertigt. Jedes Messer trägt tief eingeprägt das Symbol vom Schmied Vladimir Ivanov und eine fortlaufende Nummerierung von 1 bis 50.

Jede Klinge wurde aus 6 Bahnen mit je 44 Lagen aus vier hochwertigen Stählen geschmiedet (Wälzlager-Stahl, einen Feder- und zwei Werkzeugstähle) und im glühendem Zustand tordiert. Anschließend werden die nebeneinander liegenden Bahnen zu einer Klinge feuerverschweißt und warm vorgeformt, so dass die Bahnen parallel zur Schneide verlaufen. Die Klinge wurde nach einem uralten japanischen YAKIKIRI Verfahren Zonen gehärtet.

Die Schneide hat eine Härte von 63°RC, der Rest der Klinge elastische 56°RC. Klinge, Heft und Scheide sind in reiner Handarbeit entstanden. Die 5 mm starke klinge in Bowie-Form ist hohlgeschliffen und steckt tief in einem Griff aus Palisander-Holz mit eingeschliffenen Griffmulden. Der Handschutz besteht aus oxydierten versilbertem Messing, die Kappe am Griffende ist aus Elch-Horn.

Die schwarze Scheide aus Sattellederzeigt ein erhaben herausgearbeitetes Dekor mit einer makellos geflochtenen Ledernaht.

Damast: 264 Lagen Torsionsdamast
Gesamtlänge: 236 mm
Klinge: 126 mm
Klingestärke: 5 mm
Gewicht: 156 g
Härte: 63/56° RC

"Wenn auch das Zentrum der russischen Messer-Industrie in Zlatoust am Ural liegt, so hat sich doch in St. Petersburg einer der besten Damastschmiede von Mütterchen Rußland niedergelassen.

Vor 30 Jahren wurde der ausgebildete Kunstschmied Vladimir Ivanov über seinen Großvater auf den berühmten Pavel Anosov aus Zlatoust und sein Buch über das Damast-Schmieden aufmerksam gemacht.

Ohne praktische Anleitung hat sich Vladimir als Autodidakt an das Thema herangewagt und seine Ansprüche an sich selbst und damit auch seine Fähigkeiten immer höher geschraubt.

Bei der Auswahl der Stähle wurde er von Metallurgisten Professor Igor Taganov beraten.

Heute verschmiedet Vladimir standardmäßig vier russische Stähle, einen Wälzlager-Stahl, einen Feder- und zwei Werkzeugstähle. Bei einem Kohlenstoff-Gehalt bis zu 1,05% und nur niedrigem Chrom-Gehalt sind seine Klingen nicht korrosionsbeständig und bedürfen entsprechender Pflege. Uns sind die einzelnen Legierungsbestandteile bekannt.

Es ist immer wieder beeindruckend zu sehen, wie er die rot glühenden Damast-Stäbe mit einer primitiven Handkurbel tordiert, um anschließend sechs dieser Torsionsbahnen nebeneinander zu legen und zu einer Klinge zu verschmieden.

Wer die Nähte im Klingenverlauf verfolgt, erkennt, dass sie parallel zu der Schneidenform verlaufen. Das bedeutet, dass jedes Damastpaket entsprechend der Klingen-Geometrie warm verformt werden muß.

Der Meister beherrscht den türkischen Damast wie wohl kaum einer seiner Zeitgenossen.

Eine weitere Besonderheit ließ ich mir von Vladimir zeigen, bevor ich darüber berichte:
Er härtet jede Klinge einzeln nach der alten japanischen Methode
YAKIKIRI:

Es ist eine Zonenhärtung, die im Ergebnis eine höhere Härte entlang der Schneide (62°RC) als bei dem Rest der Klinge (58°RC) erzielt. Bis auf die Schneide wird die Klinge in eine historisch überlieferte Masse eingepackt, die in 24 Stunden antrocknet und beim Abschrecken die Härtetemperatur langsamer absacken läßt als an der Schneide.

Jede Klinge wird einzeln und von Hand geschliffen; zuerst kommt der grobe Vorschliff, dann der mittelfeine und der Feinschliff, der sich spiegel-blank polieren läßt.

Auch bei der Heftbearbeitung oder dem Nähen des Etuis kommt keinerlei Maschine zum Einsatz.
Dies ist Aufgabe von Viktor Morev und seinen zwei Helfern.

Ich durfte zusehen, wie geschickt aber auch geduldig Viktor die schmalen Lederriemen miteinander verflochten hat mit einer verblüffenden Gleichmäßigkeit. Auch das Herausarbeiten der Figuren aus dem Leder für die Scheide habe ich noch nie zuvor gesehen.

Messer und Scheide stellen meisterliche Manufaktur im reinsten Sinn dar.

Jedes Messer trägt tief eingeprägt das Symbol von Vladimir Ivanov. Auch hier bietet er das Besondere: er sagt, dass es sich um eine keltische Rune für Glück handelt. Gleichzeitig kann man seine Initialen erkennen."


E.-W. Felix-Dalichow